Der Mediziner
DER MEDIZINER 1-2_2012 click to open
DER MEDIZINER 12_2011 click to open
Präziser als das LDL - qualitative Diagnostik für Risikopatienten
Prof. Dr. Stanislav Oravec Lipidologe der MedUni Bratislava, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor Dr. Dostal Saarplatz 9, A-1190 Wien Tel. +43 – 1 – 368 24 72 www.labor-dostal.at
Die Identifizierung des Cholesterins
als Risikofaktor für kardiovaskuläre
Erkrankungen war vor 30 Jahren ein
Meilenstein im Kampf gegen die
Atherosklerose. Es dauerte nicht allzu
lange, bis man später das LDL
Cholesterin als wahren „Übeltäter“
und viel genaueren Parameter zur Einschätzung
des atherogenen Risikos
entdeckte. Diese Erkenntnis war ein
weiterer riesiger Schritt in der Prävention
der mittlerweile als Wohlstands-
Krankheiten etablierten Folgen
der Atherosklerose wie Myokardinfarkt
und Schlaganfall.
Nun verdichten sich jedoch die
Hinweise, dass das erhöhte LDL als
alleinige und umfassende Erklärung der
Atherogenese nur begrenzt geeignet ist.
Mittels moderner elektrophoretischer
Methoden können wir heute noch
wesentlich detaillierter den Aufbau der
Lipoproteine analysieren – mit weitreichenden
Konsequenzen für die Klinik.
Osteoporose – eine komplexe Fragestellung von der Prävention bis zur akuten Therapie von Frakturen
Prim. Priv.-Doz. Dr. Peter Peichl, MSc Hietzinger Hauptstraße 124A/5 A-1130 Wien Tel.: +43 1 87 96 305 p.peichl∂ekhwien.at ordination∂peichl-peter.at
Die sozialmedizinischen Auswirkungen
der unmittel- und mittelbaren Folgen
von Frakturen, die durch Osteoporose
bedingt sind, werden oftmals sträflich
unterschätzt. Von der Prävention bis zur
akuten spezifischen Therapie wird ein
sehr differenziertes Wissen der therapeutischen
Möglichkeiten vorrausgesetzt.
Die epidemiologische Bedeutung von
Osteoporose-bedingten Frakturen von
Wirbelkörpern und im Schenkelhalsbereich
ist heutzutage unbestritten. Bedingt
durch die Zunahme der Lebenserwartung
und der Geriatrisierung der
Bevölkerungspyramide zeigte sich in
den letzten Jahren eine progrediente Zunahme
der Inzidenz von Osteoporoserelevanten
Frakturen.
Psychoedukation mit Schwerpunkt bipolar affektiver Störungen
AoUniv. Prof. Dr. Christian Simhandl Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeut, ÖÄK Psy III, Lehrpraxis. Dr. med. univ. Christian Wunsch BIPOLAR ZENTRUM Wiener Neustadt Bahngasse 43 A-2700 Wiener Neustadt Tel.: +43 664 1035351 www.simhandl.at psychiatrie∂simhandl.at
Das Anbieten psychoedukativer Trainingsprogramme
ist State of the Art
der medizinisch-therapeutischen Behandlung
von Menschen mit bipolaren
Störungen. Psychoedukation sollte am
Beginn der psychischen Erkrankung erfolgen
wenn es die Akuität der Erkrankung
zulässt und auch den Angehörigen
oder nahen Bezugspersonen zugänglich
gemacht werden. Erwiesenermaßen ist
eine Kombination aus Medikamenten
und den Gruppenangeboten Psychoedukation
sowie Selbsthilfe am erfolgversprechendsten
für den Krankheitsverlauf.
Durch psychoedukative Trainingsprogramme
wird nicht nur die Lebensqualität
der Patienten gefördert, sondern
auch das Wissen um die Erkrankung und
ihre Früherkennung. Die Patienten lernen
in der Psychoedukation wie sie z.B.
bei einer drohenden Wiedererkrankung
reagieren müssen, um diese rasch abzufangen.
Die Kooperation mit Ärzten und
Therapeuten wird üblicherweise besser.
Leider wird relativ selten Psychoedukation
für bipolare Störungen in Österreich
angeboten. Die Wichtigkeit der verschiedenen
psychoedukativen Trainingsprogramme
für einen günstigen Krankheitsverlauf
bei bipolaren Störungen wurde
in zahlreichen Studien untersucht und
immer wieder bestätigt.
DER MEDIZINER 11_2011 click to open
Die kindliche Otitis media acuta oder: Mama, mein Ohr tut soooo weh!
Dr. Monika Thumfart HNO- Praxis Hauptplatz2 D-82131 Gauting Tel.: +49 89- 850 7022 willkommen∂hnogauting.de
Die akute Otitis media (AOM) ist die
häufigste Ursache für einen Arztbesuch
im Kindesalter. Vor dem zehnten Lebensjahr
erkranken ca. 40% aller Kinder
mindestens einmal an ihr, vor dem
dritten Lebensjahr sind es sogar bis zu
85%. Der Inzidenzgipfel liegt bei sechs
Monaten. Mehr als drei Infektionen
haben 10–20% der Kinder jenseits des
ersten Lebensjahres. Betrachtet man
die Häufigkeit von Antibiotikagaben
bei Kindern, so wird diese in 42% der
Fälle mit einer AOM begründet. Sie ist
die Diagnose, die am häufigsten eine
Antibiotikatherapie im ambulanten Bereich
bedingt. Dies zeigt deutlich, welch
hohen Stellenwert diese oft als banal
bezeichnete Erkrankung in der Kinder-
HNO-Heilkunde hat.
Moderne Kontrazeption - Notfallkontrazeption
A.o. Univ. Prof. Dr. Franz Fischl Frauenarzt Weimarertstraße 5/16 1180 Wien franz.fischl∂meduniwien.ac.at franz∂fischl.cc
Nach fünfzig Jahren Pille zählt die
hormonelle Kontrazeption nach wie
vor zu den zuverlässigsten reversiblen
Methoden. Im Laufe dieser langen
Zeit hat sich viel verändert. So wurde
die Hormondosis, besonders die des
Ethinylestradiols, deutlich reduziert,
die Vielfalt der modernen Gestagene,
ebenso niedrig dosiert, bringt auch eine
breite Palette therapeutischer Möglichkeiten
mit sich. Ebenso wurden durch
neue Verabreichungsformen, wie Vaginalring,
Pflaster, Depotspritze, Implantat
oder IUS (Hormonspirale), die
Möglichkeiten verschiedenster Anwendungsformen
gegeben.
Agitation und Psychose beim Demenzpatienten Sind Antipsychotika noch Mittel der ersten Wahl?
OA Doz. Dr. Michael Rainer Psychiatrische Abteilung Donauspital Langobardenstraße 122 A-1220 Wien Tel.: +43 28802 3003 Fax: +43 28802 3080 michael.rainer∂wienkav.at
Derzeit leiden in Österreich ca.
120.000 Personen an einer Demenzform.
Bei ca. 80% der Demenzpatienten
kommt es im durchschnittlich neun
Jahre dauernden Verlauf zu Affekt- und
Verhaltensstörungen, vor allem zu Agitation
und psychotischer Symptomatik.
Diese unter dem Terminus BPSD (behavioural
and psychological symptoms
of dementia) zusammengefassten Symptome
sind für die Angehörigen und
Betreuer sowohl im kommunalen als
auch im institutionellen Bereich besonders
belastend. Agitation und Psychose
gehören auch zu den wichtigsten
Prädiktoren einer vorzeitigen Institutionalisierung
und beeinträchtigen die
Lebensqualität von Patienten und Angehörigen
ganz wesentlich. Agitation
kommt bei ca. 60-80% der Demenzpatienten
vor, Psychosen bei ca. 35-50%.
Bei Lewy-Body-Demenz-Patienten
sieht man psychotische Symptome bei
fast 80%. Häufig liegen Agitation und
Psychose kombiniert vor. So zeigen Patienten
mit paranoiden Ideen oftmals
auch Agitation, die bis zur Aggressivität
reichen kann. Obwohl diese Symptome
auch sehr frühzeitig im Demenzverlauf
vorkommen können, wird die höchste
Frequenz und Intensität in mittleren bis
leicht fortgeschrittenen Stadien erreicht
und nimmt mit den schwersten Stadien
der Demenz ab. Das Früherkennen und
eine adäquate Behandlung dieser Symptome
können wesentlich zur Reduktion
der Folgekomplikationen beitragen,
die Lebensqualität von Patient und Angehörigen
erhöhen und die Belastungen
der Betreuer reduzieren. Eine rechtzeitige
Behandlung bietet auch große
ökonomische Vorteile, da dadurch medizinische,
psychiatrische und institutionelle
Ausgaben gespart werden können.
Seit mehr als 15 Jahren werden für die
Behandlung derartiger Symptome vorzugsweise
Antipsychotika (=Neuroleptika)
eingesetzt.
DER MEDIZINER 10_2011 click to open
Belastungs-Angina pectoris
OA Dr. Elisabeth Lassnig, OA Dr. Thomas Weber, Dr. Martin Rammer, Dr. Marcus Ammer, Prim. Dr. Bernd Eber II. Interne Abteilung mit Kardiologie und Intensivstation Klinikum Wels-Grieskirchen Grieskirchner Straße 42 A-4600 Wels Tel: +43 7242 415-0 Fax: +43 7242 415-3774 elisabeth.lassnig∂klinikum-wegr.at
Angina pectoris (übersetzt „Brustenge“)
stellt das Kardinalsymptom
der Myokardischämie dar, die meistens
durch hämodynamisch wirksame
Stenosen der epikardialen Gefäße bei
Koronarer Herzerkrankung, aber auch
durch linksventrikuläre Hypertrophie
oder Koronarspasmen verursacht wird.
Der ischämische Thoraxschmerz manifestiert
sich meist mit einem thorakalen
Oppressionsgefühl, kann aber auch atypische
klinische Symptomatik bieten.
Neben genauer Anamnese sind die klinisch
physikalische Untersuchung und
weitere diagnostische Maßnahmen wie
Elektrokardiographie und Echokardiographie
zur Diagnose hilfreich. Die
Therapie der stabilen Angina pectoris
umfasst antiischämische pharmakologische
Maßnahmen, Revaskularisation
sowie Modifikation von Risikofaktoren.
Influenza - Update 2011
Univ.-Prof. Dr. Ursula Kunze Institut für Sozialmedizin Zentrum für Public Health Medizinische Universität Wien Rooseveltplatz 3, A-1090 Wien ursula.kunze∂meduniwien.ac.at
Man kann es nicht oft genug wiederholen:
Die Influenza ist eine hochansteckende,
potenziell gefährliche Viruserkrankung.
Zirka 350.000 bis 400.000
Menschen erkranken in Österreich
während einer durchschnittlichen Saison,
die jährliche Influenza-assoziierte
Sterblichkeit liegt bei etwa 1000 bis
1200 Personen. Weltweit endet die Erkrankung
nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) jährlich
für 500.000 bis 1,3 Millionen Menschen
tödlich. Die höchste Inzidenz findet
man bei Kindern und Jugendlichen, die
Mortalität ist bei Personen über 65 Jahren
bzw. Personen mit chronischen Erkrankungen
am höchsten. Während des
epidemischen Auftretens von Influenzafällen
häufen sich Spitalsaufenthalte
aus zerebrovaskulären und kardiovaskulären
Gründen.
Genderspezifische Aspekte der Schizophrenie
Dr. Andjela Bäwert Universitätsklinik für Psychiatrie Medizinische Universität Wien Währinger Gürtel 18-20 1090 Wien Telefon: +43 1 40400 3547 Fax: +43 1 40400 3629 andjela.baewert∂meduniwien.ac.at
Männer und Frauen unterscheiden
sich – nicht nur in ihrer Physiognomie
sondern auch bei der Entstehung,
dem Verlauf und der Behandlung von
somatischen wie auch psychiatrischen
Krankheiten. Betrachtet man epidemiologische
Studien, so wird evident, dass
Frauen häufiger mit psychiatrischen
Erkrankungen, insbesondere affektive
Störungen, diagnostiziert werden.
Zudem werden komorbide psychiatrische
Diagnosen häufiger bei Frauen
beobachtet, was zur gleichzeitigen Einnahme
von unterschiedlichen Pharmaka
mit entsprechendem Interaktionspotential
führen kann. Männer hingegen
weisen höhere Prävalenzraten bezüglich
Substanzmissbrauch und -abhängigkeit
auf. Untersuchungen zufolge
sind ca. zwei Drittel aller Suchtkranken
männlichen Geschlechts. (Rehm et al.,
2005).
DER MEDIZINER_9 2011 click to open
Durchbruchschmerzen
Univ. Prof. Dr. Gottfried J. Locker FA für Innere Medizin, Hämato- Onkologie und Intensivmedizin Univ. Klinik f. Innere Medizin I, Medizinische Universität Wien Währinger Gürtel 18-20 1090 Wien gottfried.locker∂meduniwien.ac.at
Unter Durchbruchschmerzen (angloamerikanisch:
”breakthrough pain”)
versteht man Schmerzen, die aufgrund
ihrer Intensität die suffiziente Basisanalgesie
“durchbrechen”. Zwischen 40
und 86% aller Patienten, die an chronischen
Schmerzen leiden (unabhängig
davon, ob maligner oder nicht-maligner
Ursache), leiden unter Durchbruchschmerzen,
lediglich ein Viertel dieser
Patienten fühlt sich jedoch adäquat behandelt!
Sind Angiotensin-Rezeptorblocker kanzerogen?
Prim. Univ.-Doz. Dr. Johann Auer Krankenhaus Braunau Simbach Abteilung für Innere Medizin 1 mit Kardiologie und Internistischer Intensivmedizin Ringstraße 60, 5280 Braunau Tel.: +43 7722 804 johann.auer∂khbr.at
Angiotensin-Rezeptorblocker wurden
1995 in die Therapie der Behandlung der
arteriellen Hypertonie eingeführt, wobei
damals Losartan als erste Substanz zugelassen
wurde. In weiterer Folge erhielten
Valsartan, Candesartan, Irbesartan, Telmisartan,
Olmesartan und Eprosartan die
Zulassung für diese Indikation. Einzelne
Vertreter dieser Substanzklasse sind, neben
der Bluthochdruckbehandlung, auch
für die Therapie der Herzinsuffizienz, der
diabetischen Nephropathie und der kardiovaskulären
Risikoreduktion zugelassen.
Initial wurden die Sartane überwiegend
bei Patienten eingesetzt, die wegen
einer Unverträglichkeit keine ACEHemmer
erhalten konnten. Aufgrund
der exzellenten Verträglichkeit dieser
Substanzklasse, erfolgte jedoch eine sehr
breite Anwendung der Angiotensin-
Rezeptorblocker in der Behandlung
kardiovaskulärer Erkrankungen. Entsprechende
Vorsicht in der Anwendung
bzw. Kontraindikationen bestehen für die
Substanzklasse in der Schwangerschaft,
bei Nierenarterienstenose und fortgeschrittener
chronischer Niereninsuffizienz.
Weitere Sicherheitsbedenken wurden
auch in Postmarketing-Studien nicht
publiziert und regulatorische Behörden
haben bislang kein Signal einer Zunahme
der Tumorhäufigkeit unter Behandlung
mit diesen Substanzen mitgeteilt.
Epilepsie - Aktuelle Aspekte
Univ.Prof. DI Dr. Christoph Baumgartner Karl Landsteiner Institut für Klinische Epilepsieforschung und Kognitive Neurologie 2. Neurologische Abteilung Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel, Wien Riedelgasse 5, 1130 Wien Tel: +43 1 88000 266 Fax: +43 1 88000 384 christoph.baumgartner∂wienkav.at
Die Epilepsie ist mit einer Prävalenz
von 0,52 pro 1.000 eine der häufigsten
neurologischen Erkrankungen. Die
altersabhängige Inzidenz (Neuerkrankungsrate)
zeigt einen 2-gipfeligen
Verlauf mit einem ersten Maximum in
der Kindheit (ein Drittel der Epilepsien
beginnt in der Kindheit) und einem
zweiten Maximum im höheren Lebensalter
(ein Drittel der Epilepsien beginnen
nach dem 60. Lebensjahr!), wobei
im Alter von über 70 Jahren sogar eine
höhere Inzidenz als in den ersten 10 Lebensjahren
besteht.
Die Internationale Liga gegen Epilepsie
hat eine neue Epilepsiedefinition
vorgeschlagen (Fisher et al. Epilepsia
2005; 46: 470-2), wobei nunmehr für die
Diagnose einer Epilepsie nur noch ein
Anfall nötig ist, wenn zusätzlich durch
einen entsprechenden EEG-Befund
(z. B. 3/s Spike-Waves) oder einen MRTBefund
(z. B. Ammonshornsklerose
oder Tumor) eine erhöhte Epileptogenität
als wahrscheinlich angenommen
werden kann.
DER MEDIZINER 6_2011 click to open
Chronische Depression
Univ.-Prof.Dr. Gerhard Lenz, Dr. Petra Hofbauer, Petra Hulle-Wegl Zentrum für Seelische Gesundheit Leopoldau, BBRZ-MED Schererstraße 30, A-1210 Wien Tel.: +43/1/257 19 48 _ Fax: +43/1/257 19 48-35 45 gerhard.lenz∂bbrz.at
Depressive Störungen gehören neben
Angststörungen und alkoholbedingten
Störungen zu den häufigsten psychiatrischen
Erkrankungen bei Patienten in
der allgemeinmedizinischen Praxis.
Die Diagnose wird nach ICD-10 dann
gestellt, wenn über einen Zeitraum von
mindestens zwei Wochen zumindest zwei
von drei Kernsymptomen (depressive
Verstimmung, Interessensverlust, Antriebsverminderung)
gemeinsam mit weiteren
Zusatzsymptomen (Verlust des
Selbstvertrauens, unangemessene Schuldgefühle,
Suizidgedanken, vermindertes
Konzentrationsvermögen, psychomotorische
Agitiertheit oder Hemmung, Schlafstörungen,
Appetitverlust oder gesteigerter
Appetit) – zusammen insgesamt mindestens
vier Symptome – vorhanden sind.
Wenn das Vollbild einer Depression
nicht erreicht wird („subdepressives Syndrom“),
aber der Zustand länger als zwei
Jahre andauert, spricht man von einer
Dysthymie.
Aktuelle therapeutische Strategien in der Behandlung des Typ-2-Diabetes
OA Dr.Wolfgang Lang KH Barmherzige Schwestern Linz Interne II: Kardiologie, Leiter der Diabetesambulanz Seilerstätte 4, A-4010 Linz Tel.: +43/732/76 77-47 71, Fax: Dw -78 57 wolfgang.lang∂bhs.at
Auf Grund der weltweit ansteigenden
Zahl an Menschen mit Adipositas
kommt es zu einer rasanten und insgesamt
alarmierenden Zunahme an
Erkrankten mit Diabetes mellitus. Längst
hat sich diese Erkrankung weg von einer
reinen Alterserkrankung hin zu einer
Erkrankung, die auch Menschen in der
ersten Lebenshälfte betrifft, entwickelt.
Weltweit verzeichneten wir im Jahr 2010
285 Millionen Menschen mit Diabetes,
für das Jahr 2030 werden 435 Millionen
Menschen prognostiziert. In Österreich
stehen derzeit ca. 450.000 Typ-2-Diabetiker
in Behandlung. Noch nicht vorhersehbar
sind die enormen Folgekosten der
Erkrankung, gilt Diabetes nicht zuletzt
auch als ein wesentlicher Risikofaktor
für Myokardinfarkt, cerebralen Insult,
periphere Verschlusskrankheit und als
häufigste Ursache für die dialysepflichtige
Niereninsuffizienz in der westlichen
Welt.
Management der manifesten Osteoporose
Prim. Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Preisinger Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation Wolkersbergenstraße 1, A-1130 Wien Tel.: +43/1/801 10-24 14 Fax: Dw -27 28 elisabeth.preisinger∂wienkav.at
Osteoporose ist durch eine Abnahme
der Knochenfestigkeit gekennzeichnet
und manifestiert sich durch Knochenbrüche.
Die manifeste oder schwere
Osteoporose ist durch eine positive
Frakturanamnese aufgrund inadäquater
Traumata, beispielsweise durch Sturz
aus dem Stand, und allen Konsequenzen,
die sich daraus ergeben, gekennzeichnet.
Dies sind:
• akute und chronische Schmerzen,
• ein zunehmender Rundrücken nach
Wirbelfrakturen,
• eine zunehmende Immobilität,
• eine zunehmende Einschränkung der
Selbstversorgung,
• eine Abnahme der Lebensqualität,
• ein zunehmendes Sturzrisiko und
Sturzangst,
• ein erhöhtes Frakturrisiko.
Klinische Hinweise für eine Osteoporose
sind stattgehabte Frakturen ohne
adäquates Trauma, ein zunehmender
Rundrücken und chronische Rückenschmerzen
im fortgeschrittenen Alter
und ein Verlust an Körpergröße.
DER MEDIZINER 05_2011 click to open
Reisemedizin
Dr. Eva Jeschko Institut für Spezielle Prophylaxe und Tropenmedizin am Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie Medizinische Universität Wien Kinderspitalgasse 15, A-1090 Wien eva.jeschko∂meduniwien.ac.at Gruppenpraxis der FÄ f. spez. Prophylaxe und Tropenmedizin OEG Univ.-Prof. Dr. G.Wiedermann Univ.-Prof. Dr. H. Kollaritsch, Univ.-Prof. Dr. U.Wiedermann- Schmidt Alserstraße 48/2, A-1090 Wien eva.jeschko∂reisemed.at
Zu Beginn einer neuen Reisesaison
erscheint es sinnvoll, einige wichtige
Aspekte der Reisemedizin, die sich in
den letzten Jahrzehnten zu einem spezialisierten
Fachgebiet entwickelt hat, zu
beleuchten.
Die WTO (World Tourism Organiszation)
erwartet auch für das Jahr 2011
eine Zunahme der internationalen Touristenankünfte
(2010: 935 Millionen).
Mehr als 100 Millionen Menschen aus
industrialisierten Ländern reisen jährlich
in subtropische oder tropische Regionen,
in denen mit deutlich erhöhten Gesundheitsrisiken
zu rechnen ist. Ziel
einer kompetenten reisemedizinischen
Beratung ist die Einschätzung von reiseassoziierten
Gesundheitsrisiken und die
Entwicklung präventiver Strategien
zum Schutz des Reisenden vor unangenehmen,
möglicherweise bedrohlichen
Gesundheitsstörungen.
Rehabilitation nach Schlaganfall
Prim. Dr. Monika Rupp-Adelmann Waldsanatorium Perchtoldsdorf Ärztliche Leiterin der Neurologischen Abteilung Tel.: +43/1/86 50 100 neuro.leitung∂waldsanatorium.at monika.rupp∂gmx.at
Unter einem Schlaganfall versteht man
klinisch ein akut aufgetretenes fokales
neurologisches Defizit, hervorgerufen
durch eine umschriebene Durchblutungsstörung
(Durchblutungsmangel oder Blutung)
des Gehirns.
Der Schlaganfall ist die häufigste neurologische
Erkrankung und steht an dritter
Stelle der Todesursachen nach Herzund
Malignomerkrankungen. Da er
außerdem die häufigste Ursache bleibender
Behinderungen im Erwachsenenalter
darstellt, ist er auch der wichtigste Grund
für eine Langzeit-Institutionalisierung.
Die Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall
zu erleiden, steigt zwar mit zunehmendem
Alter an, trotzdem ist jeder
vierte Erkrankte jünger als 65 Jahre, was
auf – im Vergleich zu früher – geänderte
Lebensbedingungen und damit auch Risikofaktoren
(Rauchen, Hyperlipidämie,
Hypertonie etc) zurückzuführen ist.
Epilepsien
Prim. Univ.-Doz. Dr. Erwin Hauser Kinder- und Jugendabteilung Landesklinikum Thermenregion Mödling Sr.-M.-Restituta-Gasse 12, A-2340 Mödling Tel.: +43/2236/204-401, Fax: Dw -472 erwin.hauser∂moedling.lknoe.at
Zerebrale Anfälle im Kindesalter lösen
bei den betroffenen Familien zumeist
große Ängste aus. Die ersten derartigen
Ereignisse treten meistens vollkommen
unerwartet auf, Schock und
nicht selten Todesängste bei den Angehörigen
führen oft dazu, dass die Kinder
nach den ersten Anfällen mit der Rettung
in eine Abteilung für Kinder- und
Jugendheilkunde gebracht werden, wo
überwiegend eine stationäre Aufnahme
veranlasst wird, um die notwendigen
Untersuchungen durchzuführen.
Abgesehen davon, dass eventuell weiter
auftretende Anfälle möglichst rasch
und erfolgreich behandelt werden, sind
folgende Fragen zu klären:
• Handelt es sich wirklich um zerebrale
Anfälle?
• Was sind die Ursachen für die Anfälle?
Diabetes mellitus – the burden of the future
OA Dr. Lucas Kleemann FA f. Innere Medizin u Kardiologie LK Krems, Abt. für Innere Medizin Tel.: +43/2732/804-0 Ordination: Kasernstraße 16, A-3500 Krems Tel.: +43/664/25 18 183 www.dr-kleemann.at.tf kleemann∂kabsi.at
Die Atherosklerose ist der häufigste
Grund für kardiovaskuläre Erkrankungen,
im Speziellen der KHK,der zerebrovasculären
Erkrankungen sowie der peripheren
arteriellen Verschlusskrankheit
(pAVK). Immerhin ist jeder zweite Todesfall
auf sie zurückzuführen. Daher gilt
es, die Patienten mit dem höchsten Risiko
rechtzeitig zu erkennen und einer
Vorsorge beziehungsweise einem Checkup
zuzuführen.
Der klassische Patient der heutigen
Zeit und natürlich in weiterer Folge auch
der Zukunft ist der Patient mit metabolischem
Syndrom (Adipositas mit mangelnder
Bewegung, Raucher, Hypertonie,
Fettstoffwechselstörung und Diabetes
mellitus). Die Übergewichtigen
nehmen jährlich zu und auch die Fettleibigkeit
der Kinder hat in der letzten Zeit
deutlich und rasant zugenommen.
DER MEDIZINER 04_2011 click to open
Osteoporosetherapie: vom Möglichen zum Machbaren
Dr. Claudia Uhlir
Die Umsetzung von Erkenntnissen aus der Osteoporoseforschung in der Praxis stand im Zentrum des heurigen Osteoporosewochenendes (12./13.3.2011) in Salzburg. Das Spektrum der Vorträge reichte vom optimierten Einsatz von Bisphosphonaten bis hin zu aktuellen Daten zu Vitamin-D und Fragen zu Ernährungs- und Bewegungstherapie. ...
Osteoporosetherapie: vom Möglichen zum MachbarenDas akute koronare Syndrom (ACS) - Update 2011
Dr. Walter Pescosta MSc
Das akute koronare Syndrom (ACS) als gemeinsames Substrat für die instabile Angina pectoris und den Myokardinfarkt betrifft jährlich viele Millionen Menschen und ist die häufigste Ursache für die akute stationäre Einweisung weltweit....
Das akute koronare SyndromDFS Diabetisches Fußsyndrom
Ass. Dr. Elisabeth Schwaiger - OA Univ.- Doz. Dr. Thallinger, MSc, MBA
Charakteristisches Symptom des neuropathischen Fußes ist das verminderte Schmerz- und Temperaturempfingen. Patienten nehmen Läsionen mit beträchtlichem Wundausmaß verzögert wahr.....
DFS - Diabetisches FußsyndromUrologie im niedergelassenen Bereich: Facts zur Prostatavorsorge, -nachsorge und Patientencompliance
Dr. Alexander Friedl, Univ.- Prof. Dr. Christian-Peter Schmidbauer
Die Prostatavorsorge gehört zu den wichtigsten Vorsorgeprogrammen im österreichischen Gesundheitswesen. Urologen und Allgemeinmediziner sind dafür verantwortlich, Veränderungen an der Prostata erstmals und so früh wie möglich festzustellen....
Facts zur Prostatavorsorge, -nachsorge und PatientencomplianceDER MEDIZINER 03_2011 click to open
DER MEDIZINER 12_2010 click to open
Resistenzen erfordern einen radikalen Neuanfang
Autor: Univ.-Doz. Dr. Christoph Wenisch
Noch vor 100 Jahren waren Infektionskrankheiten die häufigste Todesursache. Die Lebenserwartung lag bei 45 Jahren. Mit der Entdeckung des Penicillins gab es erstmals eine effektive Therapie. Schließlich erreichte die Antibiotikaforschung in den 80er-Jahren ihren Höhepunkt. Mehrere hundert Antibiotikamarken wurden im Medizinmarkt angeboten. …
Resistenzen erfordern einen radikalen NeuanfangAntibiotikanebenwirkungen vermeiden
Autor: Prim. Dr. Michael Häfner
Die seit Jahrzehnten deutliche Zunahme von Resistenzen bei einer (oft lebenswichtigen) Antibiotikatherapie hat verschiedene Ursachen: die persistierende Innovationsschwäche der Arzneimittelhersteller, eine suboptimale Auswahl des geeigneten Antibiotikums aus dem Portfolio der Kassen und die Ahnungslosigkeit vieler Patienten beim Umgang mit hochpotenten, aber auch potentiell gefährlichen Medikamenten. …
Antibiotikanebenwirkungen vermeidenAntibiotikaresistenz quo vadis? – Licht und Schatten in Österreich
Autor: Dr. Christoph Baumgärtel
Antibiotika gehören zu den wichtigsten Errungenschaften der Pharmakotherapie des vergangenen Jahrhunderts. Die in den letzten Jahren immer stärker auftretenden Resistenzen, darunter auch bei bereits längst besiegt geglaubten Infektionserregern, erfordern jedoch auch abseits der unlängst aufgetretenen NDM-Beta-Laktamasen ein Umdenken und eine Anpassung der therapeutischen Bemühungen.…
Antibiotikaresistenz quo vadis? – Licht und Schatten in ÖsterreichBluthochdruck 2010
Autor: OA Dr. Peter Grüner
Auch im Jahr 2010 hat sich einiges in der Hypertoniediagnostik und -therapie verändert. Einerseits zeigt sich, dass der bis dato vorangetriebene Weg, immer ehrgeizigere Blutdruckziele anzustreben, nicht die Evidenz und schon gar nicht den Benefit brachte wie angenommen, sodass das bisherige Motto „the lower the better“ verlassen wurde. …
Altes und Neues von der chronischen Hepatitis C
Autor: Dr. Parnaz Ordubadi, Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Gschwantler
Weltweit stellt die chronische Hepatitis C ein bedeutendes medizinisches und sozioökonomisches Problem dar. Es wird geschätzt, dass weltweit etwa 170 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert sind.…
Altes und Neues von der chronischen Hepatitis CÄrzteteam Wundheilung – Kompetenz und interdisziplinäre Betreuung
Autor: Dr. med. univ. Elisabeth Lahnsteiner
Die Behandlung einer akuten aber vor allem chronischen Wunde bedarf es eines strukturierten Wundbehandlungsplans in interdisziplinärer und fachübergreifender Zusammenarbeit. …
ÄrzteteamWundheilung – Kompetenz und interdisziplinäre BetreuungBidirektionale Interaktion zwischen Nervensystem und Immunsystem: Klinische Implikationen
Autor: OA PD Dr. Thomas Seifert-Held, MBA
Das zentrale Nervensystem (ZNS) steht in bidirektionalem Kontakt mit den sekundären lymphatischen Organen.…
Bidirektionale Interaktion zwischen Nervensystem und Immunsystem: Klinische ImplikationenDER MEDIZINER 03_2011 click to open
DER MEDIZINER 11_2010 click to open
Influenza – Update 2010
Autor: Univ.-Prof. Dr. Ursula Kunze
Das Thema Influenza ist in Österreich traditionellerweise geprägt von Ignoranz und Unwissenheit. Sowohl die allgemeine Bevölkerung, aber auch Teile des Gesundheitspersonals und der Ärzteschaft ignorieren und unterschätzen diese gefährliche Viruserkrankung.…
Influenza – Update 2010Antihypertensive Kombinationstherapie – neue Optionen?
Autor: Prim. Univ.-Doz. Dr. Johann Auer
Aktuelle Empfehlungen internationaler Fachgesellschaften haben aufgrund rezenter klinischer Studien den Zielblutdruck für spezielle Patientenkollektive weiter spezifiziert. Für Patienten mit Diabetes mellitus und erhöhtem kardiovaskulären Risiko wurden relativ klare Blutdruckgrenzen eingeführt.…
Antihypertensive Kombinationstherapie – neue OptionenMöglichkeiten der hormonellen Kontrazeption
Autor: Univ.-Prof. Dr. Doris Gruber
Vor 50 Jahren ist es erstmalig gelungen ein „Medikament“ auf dem Markt zu bringen, das nicht im eigentlichen Sinne eine Krankheit heilt oder lindert, sondern bei gesunden Frauen zum Einsatz kommt, um nur ein Ziel zu verfolgen, die Empfängnis zu verhindern.…
Möglichkeiten der hormonellen KontrazeptionHarninkontinenz des Mannes
Autor: Univ.-Doz. Dr. Günter Primus
Bei der gesamten männlichen Bevölkerung muss man mit einer Harninkontinenzrate von etwa 10 % rechnen. Betroffen sind einerseits die Knaben, bei denen bis zum 14. Lebensjahr etwa 7 % an Enuresis (Bettnässen) leiden, andererseits Männer jenseits des 55. Lebensjahres mit benigner Prostatahyperplasie (BPH), bei denen es sowohl zu einer irritativen Symptomatik bis hin zur Dranginkontinenz, als auch zu obstruktiven Beschwerden bis zur chronischen Harnretention mit Inkontinenz (=Überlaufinkontinenz) kommen kann. …
Harninkontinenz des MannesErnährungs- und umweltmedizinische Therapieschwerpunkte bei Psoriasis
Autor: Univ.-Doz. Dr. John G. lonescu, Dr. med. Dieter Schüle
Psoriasispatienten gehören zu den häufigsten Besuchern dermatologischer Ambulanzen und Fachkliniken. Die Krankheit gilt als unheilbar und wird meistens symptomatisch behandelt. Die chronisch entzündliche Hautkomponente einhergehend mit einem stark beschleunigten Wachstum der Epidermis ist sowohl den Betroffenen als auch den Therapeuten bekannt. …
Ernährungs- und umweltmedizinische Therapieschwerpunkte bei PsoriasisDER MEDIZINER 10_2010 click to open
Medikamentöse antiarrhythmische Therapie von Vorhofflimmern – Gesichertes und Neues
Autor: Prim. Univ.-Doz. Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer
Epidemiologie und Prognose
Vorhofflimmern ist die in der Praxis und im Krankenhaus am häufigsten diagnostizierte Herzrhythmusstörung. In der erwachsenen Bevölkerung wird die Prävalenz von Vorhofflimmern auf 1–6% geschätzt.…
AT1-Blockung oder ACE-Hemmer in der Hypertonietherapie?
Autor: Prim. Univ.-Doz. Dr. Johann Auer
Die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) spielt in der Hypertonietherapie eine wesentliche Rolle. RAAS-Hemmer zählen als Mono- und Kombinationstherapie zu den am häufigsten in der Bluthochdruckbehandlung eingesetzten Substanzen.…
AT1-Blockung oder ACE-Hemmer in der Hypertonietherapie?Hypercholesterinämie und die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen
Autor: OA Dr. Evelyn Fließer-Görzer
Hypercholesterinämie ist ein unumstrittener Risikofaktor für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen. Die Evidenzlage ist eindeutig, dass erhöhtes LDL-C und niedrige HDL-C-Spiegel die kardiovaskuläre Morbidität und folglich auch die Mortalität erhöhen.…
Hypercholesterinämie und die zur Verfügung stehenden TherapieoptionenOsteoporose und ICF
Autor: Prim. Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Preisinger
Osteoporose ist nach der ICD (International Classification of Diseases) eine Skeletterkrankung, definiert durch verminderte Knochenstärke und erhöhte Frakturgefährdung. Wie sehr betroffene Patienten dadurch gesundheitlich beeinträchtigt, im täglichen Leben behindert sind oder ihren sozialen Verpflichtungen oder Bedürfnissen nicht mehr nachkommen können, ist in der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) abgebildet. …
Osteoporose und ICFManagement der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
Autor: Ao. Univ.-Prof. Dr. Marianne Brodmann
Unter der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) versteht man stenosierende beziehungsweise okkludierende Veränderungen der Arterien der oberen und unteren Extremitäten, wobei der Befall der unteren Extremitäten neun mal häufiger als der Befall der oberen Extremitäten ist.…
Management der peripheren arteriellen VerschlusskrankheitUrologie heute: Wissenswertes über die BPH – Benigne Prostata Hyperplasie
Autor: Dr. Wolfgang Ferber
Die benigne Hyperplasie der Prostata (BPH) ist eine altersbezogene Veränderung, die sich – obwohl nicht lebensbedrohlich – klinisch als LUTS (lower urinary tract symptoms) manifestiert und die Lebensqualität des Patienten reduziert. Bis zu 30% der Männer älter als 65 Jahre sind von einem symptomatischen LUTS betroffen.…
Urologie heute: Wissenswertes über die BPH – Benigne Prostata HyperplasieDER MEDIZINER 9_2010 click to open
Schlaganfall – Akutversorgung, Sekundärprävention und Rehabilitation
Autor: Prim. Dr. Monika Rupp-Adelmann
Unter einem Schlaganfall versteht man klinisch ein akut aufgetretenes, fokales, neurologisches Defizit, hervorgerufen durch eine umschriebene Durchblutungsstörung (ischämischer oder hämorrhagischer Insult).…
Schlaganfall – Akutversorgung, Sekundärprävention und RehabilitationDiabetiker sind Hochrisikopatienten von Anfang an
Autor: OA Dr. Lucas Kleemann
Bedingt durch die zugrundeliegende Erkrankung sind Diabetiker einem deutlich erhöhten kardio- und zerebrovaskulären Risiko ausgesetzt und nichtdiabetischen Post-Myokardinfarkt- bzw. Insult-Patienten gleichzusetzen. Somit sollte so früh wie möglich ein Screening hinsichtlich seiner Risikofaktoren erfolgen und diese auch nach den Leitlinien behandelt werden. …
Diabetiker sind Hochrisikopatienten von Anfang anAsthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen
Autor: Prim. Univ.-Prof. Dr. Josef Riedler
Asthma bronchiale gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen und betrifft derzeit in Österreich etwa 10% der Kinder und Jugendlichen. Neben genetisch bedingter Disposition sind großteils noch unbekannte exogene Faktoren an der Entstehung von Asthma beteiligt.…
Asthma bronchiale bei Kindern und JugendlichenTherapie neuropathischer Schmerzsyndrome
Autor: Univ.-Prof. Dr. Anna Spacek
Schmerzen werden nach IASP (International Association for the Study of Pain) definiert als unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis in Verbindung mit einer akuten oder potentiellen Gewebeschädigung. Sie werden in
• nozizeptive Schmerzen (bei denen die peripheren und zentralen, neuralen Strukturen von Nozizeption und Schmerzleitung intakt bleiben, z.B. Schmerzen aus den somatischen Geweben, viszerale Schmerzen, die meisten Kopfschmerzen) …
Alzheimer – Differentialdiagnose und Therapie
Autor: Univ.-Prof. Dr. Peter Dal-Bianco
Etwa 100.000 Österreiche leiden an einer dementiellen Erkrankung. Infolge steigender Lebenserwartung nimmt die Zahl der Neuerkrankten zu, sodass in dreißig Jahren etwa doppelt so viele Demenzpatienten in Österreich leben werden. In Österreich wird jährlich mehr als eine Milliarde Euro für die Versorgung Demenzkranker ausgegeben (75% im nichtmedizinischen, 25% im medizinischen Bereich – davon sind etwa 6% Medikamentenkosten). …
Alzheimer – Differentialdiagnose und TherapieModerne Wundtherapie
Autor: OA Dr. med. Thomas Horn
Die Inzidenz von chronischen Wunden in der westlichen Bevölkerung liegt bei 1-2%. Eine genaue Erfassung liegt dazu nicht vor. Bei einem Lebensalter über 80 Jahren sind es bereit 4-5%. Neben der häufigsten chronischen Wunde, dem Ulcus cruris hat vor allem das Diabetische Fußsyndrom eine in Zukunft wachsende statistische und damit enorme volkswirtschaftliche Bedeutung. Wundversorgung wird daher trotz allen Versuchen der Optimierung auch in Zukunft ein eher steigender Kostenfaktor sein. …
Moderne WundtherapieDER MEDIZINER 7_8_2010 click to open
Die „Aids-Maschine“ und die Folgen
Autor: DDr. Christian Fiala
Wenn im großen Stil Geld für die Behandlung Kranker gesammelt wird, in allen Medien für Prävention und gegen die Diskriminierung Infizierter geworben wird, dann ist das grundsätzlich zu loben. Beim Thema Aids sind allerdings zentrale Fragen bis heute offen, und eine Zahl medizinischer Probleme ist bereits offensichtlich.…
Neue Trends in der postoperativen Schmerztherapie
Autor: Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar
Jeder Patient hat nach einer Operation Anspruch auf eine adäquate Schmerztherapie. Die Qualität ist jedoch häufig fraglich. Regelmäßige Messungen der subjektiv empfundenen Schmerzstärke finden noch zu selten statt, obwohl dies eine unverzichtbare Voraussetzung für die individuell angepasste Therapie ist.…
Neue Trends in der postoperativen SchmerztherapieDie gastroösophageale Refluxkrankheit
Autor: OA. Priv.-Doz. Dr. Ruxandra Ciovica Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Gadenstätter MSc
Die gastroösophageale Refluxkrankheit (gastroesophageal reflux disease; GERD) ist die häufigste gutartige Erkrankung des oberen Gastrointestinaltraktes in der westlichen Welt mit einer Häufigkeit von 7–14%.…
Die gastroösophageale RefluxkrankheitNeuigkeiten in der hormonellen Kontrazeption
Autor: Dr. Bettina Pinnisch
gutartige Erkrankung des oberen Gastrointestinaltraktes in der westlichen Welt mit einer Häufigkeit von 7–14%.…
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Neuigkeiten in der hormonellen Kontrazeption
Autor: Dr. Bettina Pinnisch
Die Prinzipien der hormonellen Kontrazeption stehen seit Jahrzehnten fest. Es handelt sich um Steroide, entweder reine Gestagene oder Kombinationspräparate aus Östrogenen und Gestagenen, die die Ovulation hemmen und so eine Befruchtung bzw. Schwangerschaft unmöglich machen. …
Osteoporose – eine häufige Erkrankung
Autor: Dr. Johann Hitzelhammer
Die Osteoporose zählt zu den zehn häufigsten Erkrankungen der westlichen Welt. In Österreich sind ca. 740.000 über 50-jährige Personen betroffen, aufgeteilt auf 617.000 Frauen und 123.000 Männer. Davon erleiden mehr als 40% der Frauen und 13% der Männer einen Osteoporose bedingten Knochenbruch. …
Osteoporose – eine häufige ErkrankungIst Cortison ein DMARD?
Autor: Dr. Thomas Schwingenschlögl
Seit mehr als 50 Jahren stehen Cortisol und seine Derivate im Dienste der Medizin. Schon um 1940 wurden Glucocorticoide (GC) erstmals mit Erfolg zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) eingesetzt.…
Ist Cortison ein DMARD?DER MEDIZINER 6_2010 click to open
Wie Sie (sich) den Rücken freihalten
Autor: OA Dr. Thomas Rustler
Die arbeitende Bevölkerung in den Industrienationen litt zu 56% im vergangenen Jahr unter Rückenschmerzen. In den belastenden Berufsgruppen waren es sogar 65%. Die Hauptlokalisation ist die Lendenwirbelsäule, also der typische „Kreuzschmerz“. 5–10% aller Kreuzschmerzpatienten entwickeln einen chronischen Schmerz, der sehr schwer zu therapieren ist. 85% dieser Schmerzen sind allerdings unspezifisch…
Wie Sie (sich) den Rücken freihaltenUpdate: Pulmonale Hypertension
Autor: Dr. Maria-Klara Renner, Univ.-Prof. Dr. Irene Lang
Im Februar 2008 fand in Dana Point, Kalifornien, das „4th World Symposium on Pulmonary Hypertension“ statt, in dessen Rahmen internationale Experten über die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Pulmonalen Hypertension (PH) diskutierten. …
Update: Pulmonale HypertensionVom metabolischen Syndrom zum vaskulären Ereignis
Autor: Prim. Dr. Bernd Zirm, Ass. Dr. Daniel Neuhauser
In den letzten Jahrzehnten haben zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen eine Vielzahl von Risikofaktoren aufgespürt, die das Gefäßsystem nachhaltig schädigen und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern. …
Vom metabolischen Syndrom zum vaskulären EreignisEine nicht so seltene Stoffwechslestörung: die familiäre Hypercholesterinämie
Autor: Prim. Univ.-Prof. Dr. Mario Francesconi
Lipidstoffwechselstörungen sind wegen der Gefahr von vaskulären Komplikationen recht gefürchtet. Besonders die Erhöhung des Cholesterins (C) bzw. des LDL-C tragen zur kardivoskulären Komplikationsrate bei. Die Bestimmung der Blutlipide spiegelt den lipidologischen Phänotypus des Befundträgers wider, während die pathobiochemischen Mechanismen, die vom jeweiligen Genotypus gesteuert werden, meist unbekannt bleiben.
Eine nicht so seltene Stoffwechslestörung die familiäre HypercholesterinämieOsteoporose – von der 7. Diagnose zum therapierelevanten medizinischen Problem
Autor: Prim. Priv.-Doz. Dr. Peter Peichl, MSc
Die epidemiologische Bedeutung von Osteoporose-bedingten Frakturen von Wirbelkörpern und im Schenkelhalsbereich ist heutzutage unbestritten. Bedingt durch die Zunahme der Lebenserwartung und der Geriatrisierung der Bevölkerungspyramide, zeigte sich in den letzten Jahren eine progrediente Zunahme der Inzidenz von Osteoporose-relevanten Frakturen.…
Osteoporose – von der 7. Diagnose zum therapierelevanten medizinischen ProblemThromboseprohylaxe in Orthopädie und Sportmedizin
Autor: Dr. Patrick Vavken MSc FRSPH, Dr. Andreas Lunzer, Univ.-Prof. Dr. Josef G. Grohs
Venöse Thromboembolien gehören zu den am meisten gefürchteten Komplikationen der orthopädischen Chirurgie, da sie schwere, mitunter tödliche Folgen sonst herausragend erfolgreicher Eingriffe sind. Die absolute jährliche Inzidenz tiefer Venenthrombosen (TVT) wird für Österreich auf 160/100.000 Personen geschätzt, mit 20/100.000 symptomatischen, nicht tödlichen und 50/100.000 tödlichen Pulmonalembolien (PE).…
Thromboseprohylaxe in Orthopädie und SportmedizinGelenkrheuma im Kindesalter
Autor: Prim. Dr. Kirsten Minden (Foto), Martina Niewerth, MPH
Gelenkrheuma kann bereits im Kindesalter auftreten. Man schätzt die Zahl in Deutschland betroffener Kinder und Jugendlicher auf 15.000. Gelenkrheuma bei Kindern bzw. die juvenile idioathische Arthritis (JIA) ist nicht mit den im Erwachsenenalter auftretenden chronischen Arthritiden, wie der rheumatoiden Arthritis oder ankylosierenden Spondylitis, gleichzusetzen.…
Gelenkrheuma im KindesalterDER MEDIZINER 5_2010 click to open
Clopidogrel-Generika
Autor: Dr. Christoph Baumgärtel
Seit einiger Zeit sind in Österreich und der EU mehrere Generika mit dem Wirkstoff Clopidogrel zugelassen. Aufgrund des Vorliegens unterschiedlicher Wirkstoff-Salze und unterschiedlicher Indikationen wurden Zweifel an der Gleichwertigkeit dieser Präparate geäußert.…
Clopidogrel-GenerikaTherapie der chronischen Hepatitis C – aktueller Standard und Zukunftsperspektiven
Autor: Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Gschwantler, Dr. Emina Dulic-Lakovic, Dr. Melisa Dulic
Mit weltweit etwa 200 Millionen Betroffenen stellt die chronische Hepatitis C ein bedeutendes medizinisches und sozioökonomisches Problem dar. Die Prävalenz chronischer Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) variiert beträchtlich zwischen verschiedenen Ländern. Für Österreich fehlen exakte Daten. Man nimmt jedoch an, dass ca. 90.000 Menschen (etwa 1% der Bevölkerung) infiziert sind.…
Therapie der chronischen Hepatitis C – aktueller Standard und ZukunftsperspektivenGanzheitlicher Therapieansatz in der Behandlung von Schizophrenie
Autor: Dr. Hans Peter Bilek
Das Phänomen Wahnsinn hat Menschen natürlich schon immer auf das Heftigste beschäftigt. Sinngemäß bedeutet es sinnlose, unsteuerbare Zerstörung. „Das ist ein Wahnsinn.“ ist aus unserem Sprachgebrauch nicht wegzudenken und wird in allen Situationen des Alltags verwendet, in der der Betroffene sich überfordert fühlt und eben den Eindruck hat, dass etwas zerstört wird und er sich dagegen nicht wehren kann.…
Ganzheitlicher Therapieansatz in der Behandlung von SchizophrenieNichtmotorische Symptome bei Morbus Parkinson – ein Überblick
Autor: OA Dr. Volker Tomantschger
Beim idiopathischen Parkinson-Syndrom handelt es sich nicht nur um eine klassische motorische Bewegungskrankheit, sondern gemeinsam mit Akinese, Rigor und Tremor treten bereits in der prämotorischen Phase eine Reihe von nicht-motorischen Symptomen auf.…
Nichtmotorische Symptome bei Morbus Parkinson – ein ÜberblickMorbus Parkinson – Diagnose und Behandlungsstrategien
Autor: Dr. Martin Sawires, Prim. Univ.-Doz. Dr. Klaus Berek
Das idiopathische Parkinsonsyndrom ist eine der häufigsten sporadischen, neurodegenerativen Erkrankungen mit einer altersabhängigen zunehmenden Prävalenz von 60–180/100.000 Einwohnern, bei den über 65-Jährigen sogar bei 1.800/100.000.…
Morbus Parkinson – Diagnose und BehandlungsstrategienBPH – bunter Pool der Heilmethoden
Autor: Dr. Karl F. Diehl
30 Millionen europäische Männer mit vergrößerter Prostata sind keine Kleinigkeit. Nehmen wir an, dass jeder zweite europäische Urologe zum EAU-Kongress fährt. Bei 15.000 Teilnehmern heißt das, dass auf jede/n von uns 1.000 Patienten mit dieser Entität kommen. Das ist natürlich nur eine Zahlenspielerei. Sie führt uns aber die enorme Relevanz der BPH vor Augen.…
BPH – bunter Pool der HeilmethodenDie individuelle Entzugsbehandlung von Alkoholabhängigen nach der Lesch-Typologie
Autor: Dr. Dagmar Kogoj, Univ.-Prof. Dr. Otto Michael Lesch
Die Therapie alkoholabhängiger Menschen sollte der Tatsache, dass es sich hierbei um ein heterogenes Patientenkollektiv handelt, gerecht werden. Einen solchen individuellen Zugang ermöglicht die Typologisierung von alkoholabhängigen Patienten nach Lesch.…
Die individuelle Entzugsbehandlung von Alkoholabhängigen nach der Lesch-TypologieDiagnostik und Therapie der Komplikationen der Leberzirrhose
Autor: Univ.-Doz. Dr. Peter Fickert, Univ.-Prof. Dr. Michael Trauner
Im Krankheitsverlauf der Leberzirrhose unterscheiden wir eine asymptomatische Phase (kompensierte Leberzirrhose) von einer dekompensierten Phase, die durch die klinischen Manifestationen des portalen Hypertonus (bei einem Lebervenendruckgradienten > 10 mmHg) mit Aszites, Blutung, Enzephalopathie und Infektionen charakterisiert ist.…
Diagnostik und Therapie der Komplikationen der LeberzirrhoseReisemedizin 2010
Autor: Dr. Eva Jeschko, Univ.-Prof. Dr. Herwig Kollaritsch
Jährlich reisen mehr als 100 Millionen Menschen aus industrialisierten Gegenden in Hochrisikogebiete der tropischen und subtropischen Welt, in denen die Gesundheitsrisiken größer sind.…
Reisemedizin 2010DER MEDIZINER 4_2010 click to open
Den drohenden Herztod erkennen – und vermeiden
Autor: Prof. Dr. Stanislav Oravec
Die Bestimmung eines pathogenen Lipoproteinprofils macht ständig Fortschritte. Wurde vor 30 Jahren noch das Gesamtcholesterin bewertet, später das LDL, dann der Quotient aus HDL und LDL, so verlangen Lipidologen heute die Analyse der sieben LDL-Subfraktionen.…
Den drohenden Herztod erkennen – und vermeidenDie Sättigung, bitte
Autor: Prim. Dr. Peter Errhalt
Prognosen zufolge wird die COPD im Jahre 2020 zur dritthäufigsten Todesursache weltweit. Die derzeitige Prävalenz der COPD wird auf 4–10% eingeschätzt, ein Großteil der Patienten wird noch immer nicht oder sehr spät diagnostiziert! 90% der Patienten sind Raucher. Nicht nur die Lebenserwartung sinkt, auch die kognitiven Funktionen leiden.
Die Sättigung, bitteHypertonie im Alter – was ändert sich 2010?
Autor: Prim. Dr. Peter Dovjak
Die Effektivität der antihypertensiven Behandlung zur Senkung der Mortalität ist für die Allgemeinbevölkerung mit Hypertonie sowie für ein breites Spektrum von Patienten mit Begleiterkrankungen erwiesen.…
Hypertonie im Alter – was ändert sich 2010?Diabetes mellitus Typ 2 – ein Update
Autor: Univ.-Prof. Dr. Martin Clodi
Im folgenden Artikel möchte ich einen kurzen Zwischenbericht über die aktuelle Situation des Diabetes mellitus Typ 2 geben. In den letzten zwei Jahren wurden allein unter dem Stichwort Diabetes mellitus 26.163 Publikationen in internationalen, peer reviewed Journals veröffentlicht.
Diabetes mellitus Typ 2 – ein UpdateNichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) – die Lebererkrankung des 21. Jahrhunderts?
Autor: Univ.-Doz. Dr. Peter Fickert, Univ.-Prof. Dr. Michael Trauner
Die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (nonalcoholic fatty liver disease = NAFLD) umfasst ein Spektrum von Lebererkrankungen, welche durch vermehrte Fettspeicherung in der Leber charakterisiert sind und von der (1) alleinigen „blanden“ Steatose der Leber, (2) über die nichtalkoholische Fettleberhepatitis (nonalcoholic steatohepatitis, NASH), (3) Fettleberzirrhose bis hin zum hepatozellulären Karzinom (HCC) reichen (Abb. 1: Manifestationsformen der NAFLD).…
Nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) – die Lebererkrankung des 21. Jahrhunderts?Moderne Kontrazeption in jedem Lebensalter
Autor: Ao. Univ.-Prof. Dr. Franz Fischl
Die modernen Methoden der Kontrazeptionen haben in den letzten Jahrzehnten die Selbstbestimmung der Frauen betreffend die Geburtenkontrolle selbstverständlich werden lassen. Dafür steht eine zunehmend breitere Palette sicherer Verhütungsmittel zur Verfügung, die allerdings nicht immer ganz den Erwartungen ihrer Anwenderinnen entsprechen.…
Moderne Kontrazeption in jedem LebensalterDER MEDIZINER 3_2010 click to open
Osteoporose am Arlberg
Autor: D.S.
Im Rahmen der 9. Österreichischen Tagung für Allgemeinmedizin fanden sich im Jänner wieder knapp 100 Ärzte zum Erfahrungsaustausch am Arlberg ein. Neben Themen wie Reizdarm, Influenza, Depression oder auch Notfälle im Kindesalter widmete sich die Gesellschaft auch der Osteoporose. Im Vordergrund des Themenblocks Osteoporose stand die integrierte Versorgung in der Praxis.…
Osteoporose am ArlbergFSME – Update 2010
Autor: Univ.-Prof. Dr. Ursula Kunze
Die FSME-Impfung ist ein äußerst erfolgreiches Beispiel dafür, was mit dem gezielten Einsatz von Impfungen erreicht werden kann. Dank der seit Jahrzehnten durchgeführten Massenimpfungen werden in Österreich jedes Jahr „nur“ zwischen 50 und 100 Menschen (2009: 79 Fälle) infolge einer FSME- Erkrankung hospitalisiert.…
FSME – Update 2010Männliche Harninkontinenz
Autor: Dr. Clemens Wehrberger, Univ.-Doz. Dr. Michael Rauchenwald
Unter Harninkontinenz versteht man den Verlust oder das Nichterlernen der Fähigkeit, Harn sicher zu speichern und zur bestimmten Zeit an gewolltem Ort auszuscheiden. Obwohl Frauen von diesem Problem weit häufiger betroffen sind, leidet auch ein beträchtlicher Teil der männlichen Bevölkerung – etwa 5% aller Männer in Österreich – unter unfreiwilligem Harnverlust.
Männliche HarninkontinenzChronisch obstruktive Lungenerkrankungen – Asthma bronchiale und COPD
Autor: Univ.-Doz. Dr. Felix Wantke
ie symptomorientierte Asthmatherapie hat die rein auf die Lungenfunktion fokussierte Therapie abgelöst. Ziel ist die weitgehende Beschwerdefreiheit, insbesondere keine nächtlichen Atemnotattacken, und die volle Leistungs- und Arbeitsfähigkeit.…
Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen – Asthma bronchiale und COPDMultiple Sklerose – therapeutische Aspekte in der Langzeitbetreuung
Autor: OA Dr. Markus Mayr, Prim. Univ.-Doz. Dr. Klaus Berek
Die Multiple Sklerose ist die häufigste chronische, neurologische Erkrankung im jungen Erwachsenenalter. In Österreich leben bei einer Prävalenz von 100 auf 100.000 Einwohner etwa 8.500 Patienten, Frauen erkranken dabei etwa doppelt so häufig wie Männer.…
Multiple Sklerose – therapeutische Aspekte in der LangzeitbetreuungNutzen der topischen Sauerstofftherapie bei chronischen Wunden
Autor: Dr. Thomas Wild, Dr. Thomas Eberlein
Amerikanische Indianer, die hoch in den Bergen lebten, glaubten seit Jahrhunderten, dass ihre Wunden rascher heilen, wenn sie verwundet in die „dickere“ Luft der Täler hinabstiegen1.…
Nutzen der topischen Sauerstofftherapie bei chronischen WundenBiologika in der Therapie der Psoriasis
Autor: Ao. Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Riedl
Mit einer Prävalenz von 1–3% in der westlichen Bevölkerung repräsentiert die Psoriasis eine häufige Hauterkrankung, die Männer und Frauen gleichermaßen betrifft. Zugrunde liegend ist eine genetische Prädisposition, deren Bedeutung durch die Tatsache, dass ca. 70% der Patienten mit Krankheitsbeginn in der Kindheit eine positive Familienanamnese aufweisen, unterstrichen wird.…
Biologika in der Therapie der PsoriasisErhöhung des kardiovaskulären Risikoprofils bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen
Autor: Priv.-Doz. Dr. Johannes Grisar
Chronisch entzündliche, rheumatische Erkrankungen führen bei vielen Betroffenen längerfristig zu einer deutlichen Verminderung der Lebensqualität und zu Immobilität.…
Erhöhung des kardiovaskulären Risikoprofils bei entzündlich-rheumatischen ErkrankungenDER MEDIZINER 1_2010 click to open
Blutzuckermessung braucht Sicherheit – auf Bayer-Messsysteme ist Verlass
Autor: Mag. (FH) Yuri Vlasak
Die von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) im August 2009 veröffentlichte Sicherheitswarnung hat Fragen bei Diabetikern und ihren Betreuern aufgeworfen.…
Blutzuckermessung braucht Sicherheit – auf Bayer-Messsysteme ist VerlassSaisonale Influenza inmitten einer Pandemie
Autor: Univ.-Prof. Dr. Ursula Kunze
Auch wenn zur Zeit die erste Influenzapandemie dieses Jahrhunderts durch unser Land und die ganze Welt rollt, dürfen wir nicht auf die saisonale Influenza vergessen. Wie wird sich die gleichzeitige Zirkulation von saisonalen Influenzastämmen und dem pandemischen Stamm H1N1v 2009 auswirken?
Saisonale Influenza inmitten einer PandemieBluthochdruck
Autor: OA Dr. Peter Grüner
Wie so vieles, findet sich auch die Hypertoniebehandlung immer im Fluss. Es wurden im Rahmen der aktuellen Klassifikationen Begriffe wie optimaler, normaler, hoch normaler Blutdruck eingeführt.…
BluthochdruckNeuropathische Schmerzen
Autor: Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar
Tumorschmerzen sind oft gemischte Schmerzen, sie bestehen aus einer nozizeptiven und einer neuropathischen Schmerzkomponente. Die Schmerzen sind oft an mehreren Lokalisationen auftretend, z.B. Mammakarzinom, welches den Plexus brachialis infiltriert, Metastasen welche das Rückenmark komprimieren bzw. auf die Nervenwurzeln drücken.…
Neuropathische SchmerzenParkinsonsyndrom – Diagnose und Therapie
Autor: OA DDr. Iris-Maria Kloiber
Unter dem Parkinsonsyndrom versteht man eine Gruppe von Erkrankungen unterschiedlicher Ätiologie:
• Symptomatisches Parkinsonsyndrom;
• Atypisches Parkinsonsyndrom;
• idiopathisches Parkinsonsyndrom.…
Der geriatrische Patient mit Diabetes mellitus
Autor: Prim. Univ.-Prof. Dr. Monika Lechleitner
Die Prävalenz des Typ-2-Diabetes nimmt mit zunehmendem Lebensalter kontinuierlich zu und beträgt bei über 70-Jährigen rund 25%. Grundsätzlich gelten für den älteren Diabetiker die gleichen diagnostischen Referenzwerte und auch Zielwerte in der Therapi wie beim jüngeren Diabetiker (Abb. 1). …
Der geriatrische Patient mit Diabetes mellitusNahrungsmittelallergien
Autor: Dr. Johannes Neuhofer
Bereits jeder vierte Erwachsene ist der Meinung, verschiedenartigste Beschwerden der Haut, der Atemwege oder des Darmtraktes auf eine Nahrungsmittel-unverträglichkeit zurückführen zu können. Patienten mit diesen oft schwerwiegenden Symptomatiken bevölkern daher in großer Zahl die Allgemein- oder Facharztpraxen.…
NahrungsmittelallergienRhinitis – Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen
Autor: Dr. Herwig Kügler
Ein banaler Schnupfen kann der Beginn einer Nasennebenhöhlenentzündung sein. Ohne Behandlung kann es zu gefährlichen Folgewirkungen kommen. Häufig sind Menschen mit anatomisch engen Verhältnissen im Nasenraum betroffen. Heftiges Schnäuzen ist keine Lösung sondern kontraproduktiv.…
Rhinitis – Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen





























